DAFG, Politik

8. German Arab Gulf Dialogue 2026

Deutschland und die Golfstaaten in bewegten Zeiten

 

Mit Prinz Turki AlFaisal, Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour

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DAFG, Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Staatsbesuchs des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate S.H. Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan

Milliardeninvestitionen in Bayern vereinbart.

München, 11.09.2026

DAFG-Präsident Dr. Otto Wiesheu und

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DAFG neuer Netzwerkpartner des GJU-Projektbüros

Seit Juli 2026 ist die DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. neuer Netzwerkpartner des

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DAFG, Kultur, Bildung & Wissenschaft

Ash-Shabaka: Kalligrafie-Workshop für Lehrkräfte

„Entspannend nach einem langen Schultag“ und „gut zum Abschalten vom Unterricht“ – so beschrieben die Teilnehmer:innen

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DAFG, Politik

Die Konrad-Adenauer-Stiftung mit einer Delegation libyscher Nachwuchskräfte zu Gast bei der DAFG

Im Rahmen des „Revitalizing Libyan-German Dialogue“-Programm der Konrad-Adenauer-Stiftung, das vom 8. bis 13. Juni 2026

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DAFG-Vortragsreihe „Geschichte und Gegenwart“: Dr. Margarete van Ess über Archäologie im Irak

Dr. Margarete van Ess
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Dr. Margarete van Ess

In der DAFG-Vortragsreihe „Geschichte und Gegenwart – Die Länder der arabischen Welt und ihre historische Vergangenheit" hielt Dr. Margarete van Ess (Deutsches Archäologisches Institut, Orient-Abteilung, kommissarische Leiterin der Außenstelle Bagdad) am 9. Juni einen Vortrag über die „Archäologie in Krisenzeiten – Das Beispiel Irak“.

Nach der Begrüßung durch DAFG-Vizepäsident Prof. Dr. Dietrich Wildung, der betonte, dass ein solcher Vortrag gerade jetzt eine besondere Bedeutung hat, berichtete Frau van Ess in ihrem Vortrag über die schlimmen Folgen der letzten Jahrzehnte, die Zerstörungen und den Kunstraub.

Sie erklärte, dass ihre Arbeit ein weites Feld zwischen Archäologie und Kulturpolitik umfasst, das überaus spannend ist. Sie hoffe jedoch sehr, bald wieder Grabungen durchführen zu können - zumal in einem Land, in dem fast jeder Quadratzentimeter Boden von Spuren der mesopotamischen bis hin zur jüngeren irakischen Geschichte kündet. Das irakische Gesetz schreibt vor, dass bei jedem größeren Bauvorhaben die Antikenbehörde einbezogen wird, was jedoch - aus vielen Gründen - nicht immer geschieht.

Vom Zweiten Weltkrieg bis ca. 1970 gab es vergleichsweise wenige Grabungsstätten im Irak. Nach der Öffnung des Iraks 1966 entwickelte sich im Bewusstsein von Öffentlichkeit und Politik mehr Interesse an den eigenen Kulturgütern. Vorbildlich waren Untersuchungen in einigen Staudammgebieten, durch die später geflutete Bereiche zuvor archäologisch dokumentiert wurden. Unterstützt wurde die Arbeit durch ein sehr gutes Antikengesetz, das unter anderem vorschreibt, dass alle Funde im Land bleiben und Staatseigentum sind. Doch mit dem Krieg zwischen Iran und Irak 1980 bis 1988 änderte sich die Lage allmählich. Zu den Auswirkungen gehörte, dass immer mehr Männer im Alter von 16 bis 50 Jahren zu den Waffen gerufen wurden, dass ein Reiseverbot ins Ausland verhängt wurde und Repressionen durch den Staat stärker wurden. Viele Menschen entzogen sich durch Emigration ins Ausland, wodurch dem Land auch viele Wissenschaftler verloren gingen. Später fehlten immer mehr Männer, so auch Mitarbeiter der Antikenverwaltung und Wächter der Ausgrabungsstätten.

Nach dem zweiten Golfkrieg 1990 erschwerte das Embargo das Leben im Irak. Es fehlte an Nahrungsmitteln, Medikamenten aber auch an Papier und anderen Dingen des täglichen Lebens. Die Währung verfiel dramatisch, so dass sich viele Menschen gezwungen sahen, u.a. durch Raubgrabungen illegal dazu zu verdienen. In den Museen führte der Mangel an Elektrizität in dramatischer Weise zum Verfall von Artefakten, z. B. weil die Luft nicht entfeuchtet werden konnte.

Durch die verheerenden Plünderungen in Folge des dritten Golfkrieges 2003 gerieten die Kulturgüter in den Blick der Weltöffentlichkeit. Der Bau von Militäranlagen durch alliierte Truppen mitten in Ruinen wie z. B. in Babylon vernichtete Vieles unwiederbringlich. Große Zerstörungen gab es auch durch den Raub in den Museen. Die Bestände des Irak-Museums sind bisher nur zu einem Drittel wieder aufgefunden worden. Zurzeit sind fünf Säle des Museums geöffnet, allerdings nur nach Anmeldung zu besuchen, da eine komplette Sicherung der Ausstellungsstücke nicht gewährleistet ist.

Es gilt mehrere Probleme zu bewältigen: Die Sicherheitssituation lässt geregelte Arbeit an archäologischen Stätten und Objekten noch nicht wieder zu. Der teils radikale Personal- und Generationenwechsel in Institutionen und in der Politik führt zu großer Unerfahrenheit im Bereich des Kulturerhalts und zur Unkenntnis der Rechtslage, wodurch viele Stätten gefährdet werden.

Eindrücke des Abends sehen Sie hier.

Ein Bericht der FAZ vom 29.06.2009 zum Thema "Handel mit antiken Kulturgütern"

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The Humanitarian Situation in Palestine – Perspectives from the Palestinian Red Crescent

Tuesday, 13 October 2026, 18:00 hrs.
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Arabisches Trommeln mit dem Ud- und Perkussions-Virtuosen Farhan Sabbagh

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22. Arabisches Filmfestival | 02. – 10. Oktober 2026

Anfang Oktober heißt es wieder Vorhang auf für den arabischen Film in Stuttgart/Tübingen

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