DAFG, Politik

8. German Arab Gulf Dialogue 2026

Deutschland und die Golfstaaten in bewegten Zeiten

 

Mit Prinz Turki AlFaisal, Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour

 ...
DAFG, Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Staatsbesuchs des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate S.H. Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan

Milliardeninvestitionen in Bayern vereinbart.

München, 11.09.2026

DAFG-Präsident Dr. Otto Wiesheu und

 ...
DAFG

DAFG neuer Netzwerkpartner des GJU-Projektbüros

Seit Juli 2026 ist die DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. neuer Netzwerkpartner des

 ...
DAFG, Kultur, Bildung & Wissenschaft

Ash-Shabaka: Kalligrafie-Workshop für Lehrkräfte

„Entspannend nach einem langen Schultag“ und „gut zum Abschalten vom Unterricht“ – so beschrieben die Teilnehmer:innen

 ...
DAFG, Politik

Die Konrad-Adenauer-Stiftung mit einer Delegation libyscher Nachwuchskräfte zu Gast bei der DAFG

Im Rahmen des „Revitalizing Libyan-German Dialogue“-Programm der Konrad-Adenauer-Stiftung, das vom 8. bis 13. Juni 2026

 ...

Vortrag: „Nofretete – tête-à-tête“

1 von 12

Vortrag von DAFG-Vizepräsident Prof. Dietrich Wildung zur Ausstellung „Nofretete – tête-à-tête“.

Wie verändert sich ein Werk auf dem Weg vom Künstler über das Museum bis zum Publikum? Diese Frage stand am 12. Juni 2014 im Mittelpunkt des Vortrages „Nofretete – tête-à-tête“ von DAFG-Vizepräsident Professor Dietrich Wildung anlässlich der gleichnamigen Ausstellung, die derzeit im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst in München zu sehen ist.

Die in großer Zahl erschienenen Gäste lauschten den kenntnisreichen Ausführungen des früheren Direktors des Ägyptischen Museums in Berlin mit großem Interesse. Professor Wildung, der die Münchner Ausstellung gemeinsam mit den beiden Kuratoren Sam Bardaouil und Till Fellrath vorbereitet hat, gewährte einen aufschlussreichen Einblick in die intelligente Konzeption der Ausstellung, deren Relevanz weit über die Präsentation im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst hinausreicht.

Nach der Premiere in Doha, im Mathaf, the Arab Museum of Modern Art, und den Stationen in Paris im Institut du Monde Arabe und in Valencia präsentiert die ungewöhnliche Ausstellung im neuen Ägyptischen Museum München die in Europa unbekannte Rolle Ägyptens und der arabischen Welt für die Kunst. Gleichzeitig thematisiert die Ausstellung die Veränderungen, die Kunstwerke durch ihre museale Präsentation und ihre Vereinnahmung durch Publikum und Massenmedien sowie durch die Instrumentalisierung für Politik und Kommerz  erfahren. Die Berliner Büste der Nofretete dient dafür als prägnantes Fallbeispiel.

Zwei zentrale Aspekte stellen die Planer von „Nofretete – tête-à-tête“ besonders in den Mittelpunkt des Interesses: Den ersten Schwerpunkt bildet die Frage nach dem Umgang der westlichen Kunst der Moderne und Gegenwart mit altägyptischer Kunst. Als Beispiel  für seit langem bestehende eigenwillige Sichtweisen auf Ägypten führte Wildung den Ägyptischen Hof des im 19. Jahrhundert errichteten Neuen Museums in Berlin an, der eine „Projektion einer typisch europäischen Sicht der Region“ sei. Diese Sicht eines „imaginierten Phantasieägyptens“ habe auch im weiteren Verlauf die Malerei der Orientalisten des 19. Jahrhunderts geprägt. Auch nach der Wende zur Moderne bestünden bis in die Gegenwart Schwierigkeiten europäischer Künstler, sich Ägypten anzunähern. Gleich mehrere europäische Werke, die Eingang in die Münchner Ausstellung fanden, präsentierte Prof. Wildung vor diesem Hintergrund. Zweiter Schwerpunkt der Ausstellung ist ägyptische moderne Kunst, die sich auf Altägypten bezieht. Schon die Erkenntnis, dass es überhaupt nennenswerte ägyptische und arabische Künstler der Moderne gebe, sei auf den vorherigen Stationen der Ausstellung bereits als Sensation aufgefasst worden, so Wildung. Auch hierzu zeigte und erläuterte Dietrich Wildung mehrere überaus interessante Kunstwerke, die sich auf originelle Weise mit der landeseigenen Geschichte auseinandersetzen.

Dabei verliert die Ausstellung nie die Frage nach der Veränderung eines Werkes durch dessen Präsentation aus dem Blick. Hierfür dient die Nofretete-Büste als in vielen Werken wiederkehrendes Fallbeispiel – von der an die Originalbüste angepassten kopflosen Nofretetestatue zweier ungarischer Künstler über die vom jordanischen Künstler Younis in Szene gesetzte Nefertiti-Nähmaschine aus der Herrschaftszeit Gamal Abdel Nassers bis hin zur verfremdeten Nofretete-Büste Hans Peter Feldmanns.

Mitglieder und geladene Gäste der DAFG e.V. hatten Ende Juni und Anfang Juli gleich zwei Mal die Gelegenheit, an einer exklusiven DAFG-Sonderführung von Professor Wildung teilzunehmen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 7. September 2014 im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst in München zu sehen.

Termine

Oktober 2026
28 29 30 01 02 03 04
05 06 07 08 09 11
12 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31 01
Oktober 2026
28 29 30 01 03 04
05 06 07 08 09 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31 01
DAFG, Berlin

The Humanitarian Situation in Palestine – Perspectives from the Palestinian Red Crescent

Tuesday, 13 October 2026, 18:00 hrs.
DAFG e.V., Wallstr. 61, 10179 Berlin

We cordially invite you to

 ...
Berlin

Arabisches Trommeln mit dem Ud- und Perkussions-Virtuosen Farhan Sabbagh

immer Montags um 18:15 (ab 24.08.2026)
Haus am Kleistpark, Grunewaldstr. 6-7, 10823 Berlin, Raum 101

 ...
Stuttgart

22. Arabisches Filmfestival | 02. – 10. Oktober 2026

Anfang Oktober heißt es wieder Vorhang auf für den arabischen Film in Stuttgart/Tübingen

 ...