DAFG, Politik

8. German Arab Gulf Dialogue 2026

Deutschland und die Golfstaaten in bewegten Zeiten

 

Mit Prinz Turki AlFaisal, Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour

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DAFG, Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Staatsbesuchs des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate S.H. Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan

Milliardeninvestitionen in Bayern vereinbart.

München, 11.09.2026

DAFG-Präsident Dr. Otto Wiesheu und

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DAFG

DAFG neuer Netzwerkpartner des GJU-Projektbüros

Seit Juli 2026 ist die DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. neuer Netzwerkpartner des

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DAFG, Kultur, Bildung & Wissenschaft

Ash-Shabaka: Kalligrafie-Workshop für Lehrkräfte

„Entspannend nach einem langen Schultag“ und „gut zum Abschalten vom Unterricht“ – so beschrieben die Teilnehmer:innen

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DAFG, Politik

Die Konrad-Adenauer-Stiftung mit einer Delegation libyscher Nachwuchskräfte zu Gast bei der DAFG

Im Rahmen des „Revitalizing Libyan-German Dialogue“-Programm der Konrad-Adenauer-Stiftung, das vom 8. bis 13. Juni 2026

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Wohin entwickelt sich der Irak?

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Nach einem Jahr geprägt von Stillstand in Folge der irakischen Parlamentswahlen im Oktober 2021 stärkt die Wahl des kurdischen Politikers Abdul Latif Rashid zum neuen Präsidenten wieder die Hoffnung auf Fortschritte in der Regierungsbildung und eine Einhegung der politischen Machtkämpfe. Mit der Zielsetzung, einen Einblick zu geben in ein Land und eine Gesellschaft, das sich in der Auseinandersetzung mit den außerordentlichen Herausforderungen einer tiefgehenden Transition befindet, richtete die DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V., in Kooperation mit der Maecenata Stiftung und der Konrad-Adenauer-Stiftung, am 19. Oktober 2022 die Veranstaltung „Wohin entwickelt sich der Irak? – Weibliche Stimmen aus der Zivilgesellschaft“ aus. Auf ihrem Weg zur Frankfurter Buchmesse waren die beiden Journalistinnen und Schriftstellerinnen Alyaa al-Maliky und Aliya Talib sowie die freie Journalistin Birgt Svensson in der DAFG-Geschäftsstelle zu Gast und sprachen im Gespräch mit DAFG-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Udo Steinbach, Leiter des MENA Study Centre der Maecenata Stiftung, über die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen aus einer dezidiert femininen Perspektive und stellten die zweite Anthologie des Schriftstellerinnen-Kollektivs „Inana“ im Rahmen einer Lesung vor.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte der irakische Botschafter S.E. Lukman Abdulraheem A. Al-Faily die zahlreichen Gäste mit einem Appell für die Vertiefung der deutsch-irakischen Beziehungen. Als junge Demokratie sehe man sich vielen Herausforderungen gegenüber, die vor allem Geduld verlangten. Auf Sicht habe das Land aber das Potential, zu einem Anker der Stabilität in der Region zu werden. „Die Nuancen sichtbar zu machen“ und damit das oft zu einseitige Bild des Irak in Deutschland zu verändern sowie die Zivilgesellschaft zu stärken habe sich die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) zum Ziel gesetzt, wie Lucas Lamberty vom Auslandsbüro Irak der Stiftung in seinem Grußwort ausführte. Als erste deutsche Stiftung eröffne die KAS ein Büro in Bagdad und setze damit auch ein Zeichen für das deutsche Interesse und die große Bereitschaft, das Land zu unterstützen.

Bereits seit dem Sturz von Saddam Hussein im Jahr 2003 berichtet Birgit Svensson als freie Journalistin aus dem Irak. Zu Beginn der 2010er Jahre gründete sie, unterstützt von der deutschen Botschaft im Irak, das Schriftstellerinnen-Netzwerk und -Kolletiv „Inana“, das nach der sumerischen Gottheit Inana benannt ist und mittlerweile 90 Autorinnen umfasst. Bereits 2013 erschien die erste literarische Anthologie auf Arabisch, die insbesondere die Erfahrungen der Jahre des Krieges und Terrors aus weiblicher Perspektive reflektiert und 2015 auf Deutsch und 2016 auf Französisch erschien. Die zweite Anthologie „Mit den Augen von Inana“ wurde 2018 auf Arabisch veröffentlicht (2020 auf Deutsch) und wird jetzt auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt. Der Band ist ein Multi-Generationen-Projekt – mit dabei sind sowohl etablierte Autorinnen als auch  Schriftstellerinnen unter 25 Jahren – und sieht sich auch als Initiative für den Austausch mit dem Ausland. Die Traumata der Jahre des Terrors und politischen Instabilität finden in den Prosatexten und Gedichten wieder, die ein eindrucksvolles Stimmungsbild des zeitgenössischen Irak aus der selten gehörten Perspektive irakischer Frauen zeichnet.

Teil der Anthologie sind auch Alyaa al-Maliky und Aliya Talib, die „Mit den Augen von Inana“ auf der Frankfurter Buchmesse vorstellen werden. Mit einer Lesung und Kontextualisierung ihrer jeweiligen Beiträge gaben sie einen Einblick in den sehr vielfältigen Band. Beide sind zudem als Journalistinnen tätig. Neben Kurzgeschichten und Romanen veröffentlichte Aliya Talib zahlreiche Studien zu Frauen im Journalismus, Gewalt gegen Frauen und dem irakischen Journalismus und ist stellvertretende Vorsitzende des irakischen Schriftstellerverbandes Als ehemalige Chefredakteurin mehrerer Zeitungen und Zeitschriften berichtete sie als Insiderin aus der irakischen Medienszene: Seit dem Ende des Regimes von Saddam Hussein sei der Mediensektor extrem gewachsen, aber auch einen großen Teil zu der Polarisierung und Skandalisierung der Politik beigetragen. Neben journalistischen Kernaufgaben wie die Aufdeckung von Korruption und Missstände, müssten die Medien auch zu einer gesellschaftlichen Konsensfindung beitragen. Nur so könne langfristig der tiefgehende Vertrauensverlust in Politik und Demokratie überwunden werden.

Alyaa al-Maliky ist stellvertretende Chefredakteurin der anerkannten Kulturzeitschrift Mesopotamien. Sie hat ihre eigene Sendung beim staatlichen Fernsehsender Iraqia und produziert Radioprogramme. Im Oktober 2021 kandidierte sie für das irakische Parlament – eine Erfahrung, von der sie viel über den politischen Prozess gelernt habe. „Inana“ stehe stellvertretend für neue Spielräume und Möglichkeiten, die sich für irakische Frauen eröffnen. Viel zu lange sei die weibliche Perspektive unterdrückt und ignoriert worden. Auch durch den Einfluss der Sozialen Medien könne man aber in den letzten Jahren Fortschritte konstatieren. Der Staat müsse aber noch viel mehr tun, um den Prozess der gesellschaftlichen Stärkung der Frau und der Überwindung von weiterhin vorherrschenden Tabuthemen, voranzubringen. Flächendeckende Förderung von Bildung und Aufklärung – auch auf dem Land – sei dabei eine Priorität. Insgesamt warben al-Maliky und Taleb ebenfalls für Geduld und wiesen darauf hin, dass gesellschaftliche Transitionen nur langfristig erfolgen könnten. Vielmehr könne die Bedeutung von Projekten und Netzwerken wie „Inana“ für die Eröffnung von Möglichkeitsräumen für Austausch und Dialog sowie eine deutlichere Wahrnehmung der Perspektive irakischer Frauen nicht hoch genug angesetzt werden und spendeten Hoffnung für die Zukunft. 

Mit den Augen von Inana
Amal Ibrahim al-Nussairi und Birgit Svensson (Hg.)
Übersetzung: Leila Chammaa /Jessica Siepelmeyer
Verlag Hans Schiler

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DAFG, Berlin

The Humanitarian Situation in Palestine – Perspectives from the Palestinian Red Crescent

Tuesday, 13 October 2026, 18:00 hrs.
DAFG e.V., Wallstr. 61, 10179 Berlin

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Berlin

Arabisches Trommeln mit dem Ud- und Perkussions-Virtuosen Farhan Sabbagh

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22. Arabisches Filmfestival | 02. – 10. Oktober 2026

Anfang Oktober heißt es wieder Vorhang auf für den arabischen Film in Stuttgart/Tübingen

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