8. German Arab Gulf Dialogue 2026
Deutschland und die Golfstaaten in bewegten Zeiten
Mit Prinz Turki AlFaisal, Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour
...Deutschland und die Golfstaaten in bewegten Zeiten
Mit Prinz Turki AlFaisal, Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour
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Milliardeninvestitionen in Bayern vereinbart.
München, 11.09.2026
DAFG-Präsident Dr. Otto Wiesheu und
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Seit Juli 2026 ist die DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. neuer Netzwerkpartner des
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„Entspannend nach einem langen Schultag“ und „gut zum Abschalten vom Unterricht“ – so beschrieben die Teilnehmer:innen
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Im Rahmen des „Revitalizing Libyan-German Dialogue“-Programm der Konrad-Adenauer-Stiftung, das vom 8. bis 13. Juni 2026
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Im Rahmen ihrer Medienkooperation veranstalteten die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) und die DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. eine Fachkonferenz zum Thema „Die Rolle der Medien im Wahlkampf in Deutschland”.
Der Einladung folgten 15 Journalisten aus verschiedenen arabischen Ländern (u.a. Ägypten, Irak, Jemen, Libanon, Marokko und Palästina) sowie Vertreter der arabischen Botschaften in Berlin (beispielsweise aus den Botschaften von Kuwait, Oman und Tunesien).
Nachdem Hajo Lanz, Leiter des Referats Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika der FES, und DAFG-Vizepräsident Houssam Maarouf die Fachkonferenz eröffneten, gab zunächst Prof. Andreas Elter (Professor und Studiengangleiter Journalistik, Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation, Campus Köln) einen Überblick über die normative Rolle der Medien und die Medienlandschaft der Bundesrepublik Deutschland, der durch die praktischen Erfahrungen von Nikolaus Blome von der BILD-Zeitung ergänzt wurde.
Im zweiten Panel, das von dem DAFG-Vorstandsmitglied und Kommunikationsexperten Michael Kronacher moderiert wurde, ging es dann um das Verhältnis von Politik und Medien am Beispiel der Arbeit sogenannter Spin Doctors. Zunächst stellte Jürgen Hogrefe (Kommunikationsberater, Unternehmensberater, Journalist, ehemaliger Nahost-Korrespondent des SPIEGEL) den Beruf des „Spin Doctors“ vor. Den „Spin Doctor“ umgebe eine Art mythische Aura des Strippenziehers im Hintergrund und der Manipulation. Sicherlich habe das „media spinning“ auch eine dunkle Seite, die dann zu Tage tritt, wenn versucht wird, anstatt die Realität zu interpretieren und zu erklären, eine eigene Wahrheit durch Lüge und Täuschung zu erschaffen. Hierfür gebe es berühmt-berüchtigte Beispiele aus Großbritannien und Amerika, aber in dem Moment, in dem der „Spin Doctor“ der Lüge überführt wird, demontiere er sich selbst, seine Arbeit und schließlich auch seinen Auftraggeber, den er nun nicht – wie gewünscht – in eine positives Licht stellen kann, sondern nachhaltig schädige. Letztlich würde dies in einer demokratischen Öffentlichkeit niemals akzeptiert und führe – wie man an einigen Beispielen sehen konnte – zu großen Skandalen. In einer komplexen und globalisierten Welt komme dem „Spin Doctor“ eine wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe zu, denn durch seine Interpretation und Erklärung der unübersichtlichen Realität trägt er auch zur Aufklärung und Information der Öffentlichkeit (mittelbar über die Medien) bei, was die wichtigste Grundlage für den mündigen Bürger in der Demokratie sei. Der Beruf des „Spin Doctors“ sei für Politiker im „Medienzeitalter“ eine wichtige Unterstützung, denn nur ein Politiker, der mit den Medien spielen kann, kommt beim Bürger an. Die Bevölkerung ist die Vermittlung von Informationen durch die Medien nicht nur gewohnt, sondern auch auf sie angewiesen. In diesem Feld, in dem sich die gesellschaftlichen Teilsysteme Politik, Wirtschaft und Medien überlappen, übernimmt der „Spin Doctor“ eine wichtige Transferleistung: Er vermittelt nicht nur Informationen und Erklärungen über die Medien an die Bürger, sondern agiert auch im Interessenkonflikt zwischen Medien und Politik, die aber abhängig voneinander sind und versuchen sich gegenseitig zu kontrollieren. Der Politiker braucht die mediale Aufmerksamkeit und Präsenz und die Medien die direkten Informationen aus der Politik.
Der stellvertretende Regierungssprecher und Medienberater des SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier, Thomas Steg, ergänzte die Ausführungen von Jürgen Hogrefe optimal, und es kam zu einer angeregten Diskussion über die Rolle der „Spin Doctors“, die Macht und Grenzen von PR-Arbeit sowie den mitunter schmalen Grad zwischen „media spin“ und Manipulation oder Propaganda zwischen den anwesenden Journalisten und den Referenten. Schließlich ist aber die PR-Arbeit und das Image eines Politikers nicht das alleinige Erfolgskriterium, denn wie ein arabisches Sprichwort sagt, ist auch der beste Friseur machtlos bei einem hässlichen Gesicht.
Abgerundet wurde die Konferenz durch einen Besuch im Willy-Brandt-Haus, wo die Konferenzteilnehmer vom Leiter des Kandidatenbüros von Frank-Walter Steinmeier während des vergangenen Bundestagswahlkampfs, Markus Engels, empfangen wurden. Herr Engels ließ die Wahlkampagne 2009 Revue passieren, bat aber um Verständnis, dass so kurz nach der Wahl noch keine endgültigen Erklärungen für das schlechte Abschneiden seiner Partei abgegeben werden können, da man sich noch in der Analyse befinde. Somit kam es dann zu einem hochinteressanten Meinungsaustausch mit den bestens über die deutschen Verhältnisse informierten arabischen Journalisten über mögliche Erklärungen für den Wahlausgang.
Die spannenden und anregenden Gespräche und Diskussion konnten dann abends beim gemeinsamen Abschlussdinner in gemütlicher Runde fortgeführt werden.
Tuesday, 13 October 2026, 18:00 hrs.
DAFG e.V., Wallstr. 61, 10179 Berlin
We cordially invite you to
...immer Montags um 18:15 (ab 24.08.2026)
Haus am Kleistpark, Grunewaldstr. 6-7, 10823 Berlin, Raum 101
Anfang Oktober heißt es wieder Vorhang auf für den arabischen Film in Stuttgart/Tübingen
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