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Ash-Shabaka: Kalligrafie-Workshop für Lehrkräfte

„Entspannend nach einem langen Schultag“ und „gut zum Abschalten vom Unterricht“ – so beschrieben die Teilnehmer:innen

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Die Konrad-Adenauer-Stiftung mit einer Delegation libyscher Nachwuchskräfte zu Gast bei der DAFG

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„Was erhoffen sich Muslime in Deutschland von der neuen Bundesregierung?“ - Vortrag von Aiman A. Mazyek, Vorsitzender des ZMD

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Aiman A. Mazyek, Vorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland (ZMD)

Wie die Gespräche zur Reform der Islamkonferenz oder die jüngste Aussage von Kardinal Joachim Meisner zeigen, hat die Debatte um Status und Stellung des Islam in Deutschland keineswegs an Brisanz und Aktualität eingebüßt. Welche Erwartungen und Hoffnungen verknüpfen Muslime mit dem Start der neuen Bundesregierung? Welche gesellschaftlichen und politischen Themen sind für sie von besonderer Relevanz und gehören vermehrt in den öffentlichen Dialog? Diese und ähnliche Fragen standen im Mittelpunkt des Vortrages von Aiman A. Mazyek, Vorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland (ZMD), zu dem die DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. am 29. Januar 2014 in ihrer Geschäftsstelle geladen hatte. DAFG-Vizepräsident Houssam Maarouf begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder und Interessierten zu der Veranstaltung.

„Muslim in Deutschland zu sein ist noch immer keine Selbstverständlichkeit.“

Zu Beginn ging Mazyek auf die Entwicklung der über die Jahre gewachsenen Organisationsstruktur der Muslime in Deutschland ein. „Deutschland ist dabei Fokus und Ausgangspunkt unserer Arbeit“ und stelle das verbindende Element zwischen den muslimischen Verbänden und Vereinen und innerhalb der heterogenen, multi-ethnischen Zusammensetzung der Glaubensgemeinschaft dar. Die aktuelle Islam-Debatte chargiere zwischen konstruktivem Tiefgang und polemischer Oberflächlichkeit, wie das aktuelle Beispiel der Äußerung vom Kölner Kardinal Joachim Meisner vor Augen führe. Derlei sei eine Bedrohung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und sei als Ausdruck von Ängsten und des nach wie vor bestehenden Ressentiments gegenüber dem Islam zu sehen. Dem entgegen wolle man einen sachlichen und gemäßigten Dialog setzen und auf keinen Fall in eine Art „Re-Bashing“ verfallen.

Neue Dynamik durch Reformgespräche zur Islamkonferenz

Sehr positiv bewertete Mazyek die Gespräche mit Innenminister Thomas de Maizière zur Reform der Islamkonferenz. „Einen solchen Neustart haben wir lange vermisst“. Die neue Themensetzung auf der Konferenz-Agenda sei dabei das Hauptanliegen des ZMD gewesen. So sollen fortan Seelsorge und Wohlfahrt im Zentrum stehen, während das belastete Thema der Inneren Sicherheit nicht mehr vorrangig Teil der Islamkonferenz ist. Die Sicherheit der Muslime sei jedoch gleichwohl eine Thematik, der man eine sehr hohe Bedeutung einräume. Als übergeordnetes Ziel und klaren Anspruch benannte er den Status und die Wahrnehmung als Körperschaft. In Bezug auf die Debatte zur Durchsetzung muslimischer Fest- und Feiertage sagte Mazyek, dass man diese zunächst im öffentlichen Bewusstsein verankern wolle, um dann im Dialog mit staatlichen Institutionen gemeinsame Lösungsansätze zu entwickeln, wie beispielsweise eine gleichberechtigte Freistellung von Muslimen und Christen für ihre jeweiligen Feiertage. „Die Abschaffung von christlichen Feiertagen ist nicht unser Ansatz.“

Ziel einer gleichberechtigten Behandlung auf Augenhöhe

 „Die Große Koalition hat zum Start deutlich gezeigt, dass sie am Status der Religionen nicht rüttelt.“ Dies sei keineswegs selbstverständlich. Das Grundgesetz sehe eine Kooperative zwischen Staat und Religionsgemeinschaften vor. In Deutschland bestehe derzeit ein historisch gewachsener und traditionell verwurzelter gesellschaftlicher Konsens, basierend auf dem Modell eines wertneutralen Staates, der auf Werte vermittelnde Institutionen angewiesen sei. „Ein sehr kluges Konstrukt, vielleicht ein möglicher Exportschlager für arabische Länder, zum Beispiel Tunesien.“ Die Herausstellung des Anspruches der Muslime auf Gleichberechtigung innerhalb dieses Status Quo sei, besonders angesichts des weit verbreiteten Atheismus, „eine große Herausforderung“. Vor diesem Hintergrund sieht Mazyek viele Berührungspunkte und Gemeinsamkeiten mit den christlichen Kirchen. „Die interreligiöse Solidar- und Wertegemeinschaft ist sehr stark.“

Hoffnungsvoller Ausblick

Seiner Wahrnehmung nach werde der Konflikt zwischen säkularen Interessen und den etablierten (christlichen) Religionsgemeinschaften, die um ihre Privilegien kämpfen, viel zu oft auf dem Rücken der Muslime ausgetragen, führte Mazyek weiter aus. „Der negative Eye-Catcher Islam ist dabei wunderbarer Treibsand für derartige Diskussionen“. In der Realität sind Muslime ein fester Bestandteil der Gesellschaft, dessen enormes Potenzial vielen noch verborgen bliebe. Mit ihrer Bildung, Kompetenz und ihrem Engagement bedeuten neue Generationen von Muslimen „einen Schatz, den es zu heben gilt.“ Dies biete insgesamt einigen Anlass zum Optimismus.

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