8. German Arab Gulf Dialogue 2026
Deutschland und die Golfstaaten in bewegten Zeiten
Mit Prinz Turki AlFaisal, Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour
...21. April 2016, 20:00 Uhr und 22. April 2016, 20:30 Uhr
Kino Arsenal, Potsdamerstraße 2, 10785 Berlin
Der marokkanische Filmemacher Ali Essafi ist zurzeit Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. Seine Dokumentarfilme sind eine Form von Erinnerungspolitik. Sie widmen sich Personen am Rand der Gesellschaft und verdrängten (kultur)historischen Ereignissen seines Landes, um sie im Gedächtnis der Gegenwart zu halten.
Essafi wird seine Filme OUARZAZATE MOVIE (2001), WANTED! (2011) und SHEIKATES BLUES (2004) vorstellen und mit dem Publikum diskutieren.
Programm:
Mittwoch, 20. April, 19:00 Uhr, im Anschluss Diskussion mit Ali Essafi:
OUARZAZATE MOVIE (Marokko/Frankreich 2001) OmE 57‘
WANTED! (Marokko/VAE 2011) OmE 29‘
Die Kleinstadt Ouarzazate im Süden Marokkos – Sitz von Filmstudios und Schauplatz zahlreicher internationaler Filmproduktionen – gilt als das marokkanische Hollywood. Hitchcock, Pasolini, Huston, Welles, Lean, Scorsese, Scott, Stone u.v.a.m. haben hier gedreht. In Ali Essafis Dokumentarfilm werden die Einwohner Ouarzazates, die sich oft ganzjährig ihren Lebensunterhalt als Statisten verdienen, zu den zentralen Protagonisten.
Anhand von Archivmaterial und Aussagen des im Untergrund lebenden Militanten Aziz zeichnet WANTED! ein Bild der 70er Jahre in Marokko, das in der offiziellen Geschichtsschreibung nicht vorkommt. Strenge Polizeirazzien bei der Opposition, großflächige, willkürliche Festnahmen und Inhaftierungen sowie die Existenz von Geheimgefängnissen haben der sogenannten "bleiernen Zeit" ihren Namen gebracht.
Donnerstag, 21. April, 20:30 Uhr, im Anschluss Diskussion mit Ali Essafi:
SHEIKATES BLUES (Marokko 2004) OmE 55‘
Der Film zeigt für ihre Stimmen verehrte, zugleich aber auch verachtete traditionelle Sängerinnen in ihrem Alltag. Die drei Marokkanerinnen mit Wurzeln im Volk der Berber nehmen sich die Freiheit, von Ungerechtigkeiten gegenüber Frauen zu singen.
Ali Essafi (*1963 in Fez, Marokko) studierte Psychologie in Frankreich. 2002 kehrte Essafi nach Marokko zurück und arbeitete drei Jahre lang als Berater des öffentlichen Fernsehens. Essafi zählt zu den bedeutendsten Dokumentarfilmern und Videokünstlern Marokkos. Seine preisgekrönten Filme sind regelmäßig zu Gast auf internationalen Dokumentarfilmfestivals.
Eine Zusammenarbeit von Arsenal und dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD.
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