8. German Arab Gulf Dialogue 2026
Deutschland und die Golfstaaten in bewegten Zeiten
Mit Prinz Turki AlFaisal, Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour
...1. und 2. Juni 2016
Kino Arsenal, Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin
Der libanesische Filmemacher Ghassan Salhab (*1958) ist zurzeit Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. In seinen bisher sechs Langfilmen sind die Nachwirkungen der Kriege im Libanon stets unterschwellig präsent – ohne dass deshalb jedoch Kunst und Poesie vernachlässigt würden. Sein kompromissloses Kino ist konkret und entrückt, wütend und melancholisch, intensiv und zurückhaltend zugleich.
Programm
Mittwoch 1.6., 20.00 Uhr:
AL-WADI The Valley Ghassan Salhab Libanon/F/D/Katar/VAE 2014 OmE 134‘
Ein Mann, der bei einem Unfall sein Gedächtnis verloren hat, wird zum Gefangenen einer klandestinen Gemeinschaft, die im Bekaa-Tal Drogen herstellt. Die Anwesenheit des Fremden ohne Vergangenheit führt zu Spannungen in der Gruppe und auch in der Weite der erhabenen Landschaft herrscht eine Atmosphäre latenter Gewalt. Neben Radio-Nachrichten zu aktuellen politischen Krisen räumt der Film Malerei, Gedichten und einem Liebeslied viel Platz ein und befragt so den Status der Kunst in Zeiten von Terror und Krieg.
Donnerstag 2.6., 19:30 Uhr:
1958 Ghassan Salhab Libanon 2009 OmE 66‘
1958 ist das Geburtsjahr von Ghassan Salhab. Gleichzeitig markiert 1958 das Datum der Libanonkrise, einem Vorboten des Bürgerkriegs. Anhand von Archivmaterial und Erinnerungen von Salhabs Mutter, die ihren Sohn im Senegal zur Welt brachte, verbindet der vielschichtige und polyfone Essayfilm durch die Überlagerung von Stimmen und Bildern individuelle und nationale Geschichte, Privates und Geopolitisches, Vergangenheit und Gegenwart, Exil und Kolonialismus, Waffengewalt und Poesie.
Donnerstag 2.6., 21:00 Uhr
ATLAL The Last Man Ghassan Salhab Libanon/F 2006 OmE 101’
Beirut wird von einem Serienmörder heimgesucht, dessen blutleere Opfer Bissspuren am Hals aufweisen. Khalil, Hobby-Taucher und Frauenheld, ist Arzt in dem Krankenhaus, in dem die Toten obduziert werden. Diese üben eine seltsame Faszination auf ihn aus. Da seine Augen empfindlich auf Licht reagieren, isoliert er sich zunehmend und irrt wie ein schattenhaftes Gespenst durch die Nacht. Ein Vampirfilm zur Lage Beiruts und seiner Bewohner – nach dem Krieg und vor dem Krieg.
Ghassan Salhab steht für Interviews zur Verfügung.
Weitere Informationen zu dem Programm finden Sie hier.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Christine Sievers unter 030 269 55 143 oder cs@arsenal-berlin.de
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Haus am Kleistpark, Grunewaldstr. 6-7, 10823 Berlin, Raum 101