8. German Arab Gulf Dialogue 2026
Deutschland und die Golfstaaten in bewegten Zeiten
Mit Prinz Turki AlFaisal, Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour
...13. Oktober 2017, 19:00 Uhr
GIZ-Haus Berlin, Reichpietschufer 20, 10785 Berlin
Seit den 1960er Jahren hat sich Marokko zu einem wichtigen Herkunftsland von Migranten in Europa entwickelt. Vor allem nach Spanien und Frankreich, aber auch nach Deutschland zog es junge Marokkaner auf der Suche nach Arbeit und Perspektiven. Denn in Marokko selbst lebt auch heute noch rund ein Fünftel der ländlichen Bevölkerung in Armut. Die Unzufriedenheit vieler Menschen über mangelnde Bildungschancen und Entwicklungsmöglichkeiten, nicht ausreichende Perspektiven am Arbeitsmarkt, sowie eine qualitativ nicht ausreichende berufliche Qualifizierung stellen die Regierung vor große Herausforderungen.
Die GIZ berät und unterstützt im Auftrag der Bundesregierung Marokko auf mehreren Ebenen bei der Umsetzung der Strategien für mehr Zukunftschancen, insbesondere für die junge Bevölkerung und Frauen.
Das Land verfügt zum Beispiel über ein enormes Potential, erneuerbare Energien zu nutzen, insbesondere in den Bereichen Solar und Wind. Hier unterstützt die GIZ Marokko dabei, das Wissen auf dem Gebiet klimafreundlicher Technologien in Unternehmen sowie Programme zur Beschäftigungsförderung zu stärken. Bis 2030 sollen in Marokko 52 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. Durch die Erschließung erneuerbarer Energien wird nicht nur Energie eingespart und das Klima geschützt, sondern es sind bereits jetzt ca. 15.000 neue Arbeitsplätze entstanden.
Ein weiteres Beispiel, den Menschen in Marokko bessere Perspektiven für den eigenen Lebensunterhalt zu bieten, ist eine neue Rechtsform, vergleichbar der deutschen "Ich AG": der Auto-Entrepreneur. Selbstständig Tätigen wird so erstmalig die Möglichkeit der Registrierung als Unternehmer und somit Rechtssicherheit und Zugang zu sozialer Sicherung geboten. Bis Ende 2016 haben sich schon über 50.000 Marokkaner als Auto-Entrepreneurs registrieren lassen.
Jürgen Dierlmaier, Landesdirektor der GIZ in Marokko, berichtet im Gespräch mit Gabriele Heuser über weitere Maßnahmen, Zukunftsperspektiven für Menschen in Marokko zu entwickeln und Potentiale für die Volkswirtschaft und die Menschen zu erschließen. Das Gespräch wird aufgezeichnet und in Ausschnitten im Rahmen der Sendereihe „Weltsichten“ voraussichtlich am 22.10.2017 im Programm vom Inforadio (rbb) ausgestrahlt.
Darüber hinaus sind die Sendungen abrufbar unter:
http://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/weltsichten/giz/giz.html.
Anmeldung: Der Eintritt ist frei. Bitte melden Sie sich hier an: www.aus-der-praxis-der-giz.de
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