8. German Arab Gulf Dialogue 2026
Deutschland und die Golfstaaten in bewegten Zeiten
Mit Prinz Turki AlFaisal, Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour
...1. März 2017, um 19:00 Uhr
Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin
Im Mai 2016 beschloss der Bundestag in einer hastigen Reaktion auf die Silvester-Vorfälle 2015 am Kölner Hauptbahnhof, Algerien, Marokko und Tunesien als sichere Herkunftsstaaten einzustufen. Doch bislang hat der Bundesrat den entsprechenden Gesetzentwurf nicht ratifiziert.
In der Länderkammer fehlten ihm drei Stimmen zur Mehrheit. Nach dem Terroranschlag im Dezember in Berlin und weiteren Ereignissen in der Silvesternacht 2016 in Köln haben Politiker/innen unterschiedlicher politischer Couleur die Debatte erneut aufgebracht und ihre bisherige Position öffentlich in Frage gestellt.
Doch sind die drei Maghreb-Länder tatsächlich sicher?
Im Rahmen der Abendveranstaltung diskutieren Experten aus Deutschland und der Region das Konzept des sicheren Herkunftslandes, die bisherigen Erfahrungen hiermit (z.B. auf dem West-Balkan) und die Folgen einer solche Einstufung für Marokko, Algerien und Tunesien.
Nicht zuletzt steht auch die Frage zur Debatte, was dieser Einstufungsprozess praktisch, aber auch politisch und rechtlich für das deutsche Asyl-System bedeuten würde.
Mit:
Volker Beck, MdB, Bündnis 90/Die Grünen
Mehdi Azdem (Direktor, Association Racines, Marokko)
Ramy Khouily (EuroMed Rights, Tunesien)
Khadija Ainani, Vorsitzende der Kommission für Migration bei AMDH (Association marocaine des droits humains)
Moderation: Dagmar Dehmer, Der Tagesspiegel
Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden sie hier.
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