8. German Arab Gulf Dialogue 2026
Deutschland und die Golfstaaten in bewegten Zeiten
Mit Prinz Turki AlFaisal, Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour
...29. Januar 2018, 19–21 Uhr
Hotel Amalienhof, Amalilenstraße 2, 99423 Weimar
Der amerikanische Präsident, Donald Trump, hat entschieden: die amerikanische Botschaft soll von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt werden. Damit folgt er einem mit großer Mehrheit gefassten Beschluss des amerikanischen Kongress aus dem Jahr 1995, dessen Umsetzung von seinen Amtsvorgängern ausgesetzt wurde.
Der Nahostkonflikt wird erneut auf der Straße ausgetragen, nicht nur in Jerusalem, dem religiösen Zentrum der drei monotheistischen Weltreligionen, sondern auch in Deutschland. In Berlin werden Israelfahnen verbrannt, in Mülheim das jüdische Lichterfest aus Sicherheitsgründen abgesagt. Die Mehrheit der 57 Mitgliedsländer der Organisation für islamische Zusammenarbeit reagiert und erklärt "Ost-Jerusalem zur Hauptstadt des Staates Palästina". Die Situation ist angespannt. Fast zwei Drittel der Deutschen spricht sich gegen eine Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt aus.
Kommt durch die Initiative von Präsident Trump Bewegung in die Diskussion um einen Friedensplan im Nahen Osten oder ist sie gar das Ende der Zwei-Staaten-Lösung? Inwieweit ist der Status-Quo von Jerusalem betroffen? Die Jerusalemfrage ist neben der israelischen Siedlungspolitik, dem Rückkehrrecht palästinensischer Flüchtlinge und der Anerkennung des Staates Israel ein zentraler Punkt einer auf Ausgleich setzenden Friedenslösung im Nahen Osten.
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