8. German Arab Gulf Dialogue 2026
Deutschland und die Golfstaaten in bewegten Zeiten
Mit Prinz Turki AlFaisal, Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour
...1. November 2017, 19:00 – 20:30 Uhr
Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin
Osama Bin Laden hat gewonnen. So könnte man die provokante Ausgangsthese von Omid Nouripours neuem Buch zusammenfassen: Der dschihadistische Terror und vor allem die unangemessene Gegenreaktion, der „War on Terror“, haben einen Keil zwischen den „Westen“ und die islamische Welt, zwischen Muslime und Nicht-Muslime in Europa getrieben. Die Probleme sind seit den Anschlägen vom 11. September nicht kleiner geworden. Deswegen bedarf es einer neuen Politik: einer Politik, die nicht alten Masterplänen nachhängt, sondern auf lokaler Ebene agiert.
Dazu gehört es, die lokalen Ursachen von Radikalisierung zu identifizieren und zu bearbeiten, ob in Ägypten, im Irak, in Molenbeek oder in Offenbach. Dabei lassen sich Innen- und Außenpolitik heute kaum mehr trennen, denn Migration und die weltweite Vernetzung haben eine neue, weltumspannende Realität geschaffen. Wie diese Instrumente aussehen können, diskutiert Omid Nouripour mit der Pädadgogin und Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor und Philipp Ruch vom Zentrum für Politische Schönheit, der sich auf künstlerische Weise mit den Verwerfungen einer Welt im „Krieg gegen den Terror“ auseinandersetzt.
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